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Die Qualität des Produkts, die richtige Weinberatung sowie eine fachmännische Behandlung gewährleisten die geschmackliche Güte von Wein und Schaumwein. Lernen Sie unsere Qualitätsphilosophie und -anforderungen kennen und erfahren Sie Wissenswertes in unserem kleinen Weinratgeber.

 

Qualität

Wein ist ein Naturprodukt, das je nach Bodenbeschaffenheit, Klima und Sonneneinfluss von Erntejahr zu Erntejahr anders ausfallen kann. Es erfordert hohe fachliche Expertise und ein standardisiertes Qualitätsmanagement, damit wir unseren Kundinnen und Kunden Weine in möglichst gleich bleibender Güte anbieten können. Für unsere Qualitätskontrolle lassen wir uns bereiten von unabhängige Weinfachleute sowie von 2 Sommeliers. Durchgeführt werden diese Analysen in einer Blindverkostung. Nur wenn unsere Experten grünes Licht geben, werden wir Ihnen die Weine zum Kauf anbieten.

Sensorische Qualitätskontrollen

Umfangreiche Verkostungen und Beurteilungen unseres ALDI Weinangebots gehören selbstverständlich ebenfalls zu unserer Qualitätsphilosophie: Jeder Wein unseres Standards- und Aktionssortimentes wird regelmäßig verkostet und auf Erfüllung der ALDI spezifischen Qualitätsparameter überprüft. Darüber hinaus finden auch sensorische Kontrollen von Weinen vor Kauf sowie vor der Auslieferung in unsere Filialen und Läger statt. Sollte ein Wein unseren streng definierten Qualitätsparametern nicht entsprechen, werden wir ihn unseren Kunden nicht verkaufen.

Neben diesen sensorischen Qualitätskontrollen werden alle Weine selbstverständlich auch analytisch durch staatlich anerkannte, unabhängige Labors überprüft. So können wir eine gleichbleibend hohe Qualität unserer Weine sowie ihre Verkehrsfähigkeit sicherstellen.

Wir freuen uns, dass die Arbeit unseres Qualitätsmanagements in den vergangenen Jahren zunehmend auch von unabhängiger Seite bestätigt wurde: Unsere Weine und Schaumweine erhalten regelmäßig in Verbrauchermagazinen gute und sehr gute Testurteile.

Zertifikate und Qualitätssiegel

Neben den o. a. intensiven Qualitätsüberprüfungen, die in unserem Auftrag durch akkreditierte Prüfinstitute durchgeführt werden, verfügen viele unserer Weine über Zertifikate und Qualitätssiegel − diese haben wir für Sie jeweils hinter der einzelnen Produktbeschreibung aufgeführt. Aber was bedeuten diese Qualitätssiegel und Zertifikate eigentlich genau?

Dafür haben wir für Sie im Folgenden detaillierte Erläuterungen zusammengestellt:

Berliner Wein Trophy
Seit 1996 prämiert eine internationale Jury jährlich in Berlin die hervorragenden Weine aus der ganzen Welt. Seit 2003 werden die eingereichten Weine und Schaumweine nach den Kriterien der Internationalen Organisation für Rebe und Wein (QIV) in einer Blindverkostung bewertet; dieses Vorgehen sichert eine internationale Vergleichbarkeit mit anderen Weinwettbewerben. Zudem überwacht die staatliche Weinkontrolle Berlin die gesamte Verkostung. Die besten Weine werden mit den Medaillen Großes Berliner Gold, Berliner Gold und Silber ausgezeichnet.
EU-Bio-Logo
Das EU-Bio-Logo kennzeichnet ausschließlich Lebensmittel, die nach den strengen Richtlinien der Europäischen Union zu mindestens 95 Prozent aus kontrolliert biologischem Anbau stammen. Bio-Weine sind u. a. frei von Gentechnik, künstlichen Aromen oder Farbstoffen und dürfen nicht mit synthetischen Pflanzenschutzmitteln behandelt werden. Die zertifizierten Bio-Winzerbetriebe werden jährlich von unabhängigen Gutachtern überprüft.
Appellation d'Origine Contrôlée (AOC)
Das Gütesiegel Appellation d'Origine Contrôlée (AOC) steht für eine kontrollierte Herkunft landwirtschaftlicher Produkte aus Frankreich und der Schweiz. Die Produkte müssen u. a. auf traditionelle Weise hergestellt sein und die Zutaten stammen aus einer spezifischen geografischen Region. Auch die Herstellung, Reifung und Weiterverarbeitung des Lebensmittels finden in dieser Region statt. Das Gütesiegel wird hauptsächlich bei Wein und Champagner, Käse und Butter, Wurstwaren sowie Olivenölen und Spirituosen vergeben. Die Einhaltung der AOC-Richtlinien wird strengstens kontrolliert. Unsere AOC-zertifizierten Weine sind u. a. durch ein Siegel auf dem Etikett zu erkennen.
DOC/DOCG
Dieses Gütesiegel kennzeichnet ausgezeichnete italienische Lebensmittel wie Käse (Parmesan, Pecorino), Öle und Essige sowie Weine. Die Bezeichnung DOC steht hierbei für ,Denominazione di Origine Controllata' (kontrollierter Ursprung), DOCG für ,Denominazione di Origine Controllata e Garantita' (kontrollierter Ursprung und garantierte Qualität). Das Qualitätssiegel für italienische Lebensmittel wurde 1963 nach dem Vorbild des französischen AOC-Siegels eingeführt. Die Produkte unterliegen einer besonderen staatlichen Kontrolle. So müssen sie z. B. in dem angegebenen Anbaugebiet abgefüllt bzw. hergestellt worden sein und bestimmte sensorische Qualitäten aufweisen.

Bei Wein bedeutet DOC, dass es sich um einen Qualitätswein handelt. DOCG kennzeichnet, als oberste italienische Qualitätsstufe, einen Spitzenwein. Unsere Kundinnen und Kunden erkennen das Gütesiegel an einer Banderole am Flaschenhals unserer italienischen Weine.

Kleiner Weinratgeber

Alkoholgehalt

Der Alkoholgehalt im Wein entsteht während des Gärungsprozesses: Mittels natürlicher Hefekulturen wird Zucker (Glucose und Fructose) im Traubenmost oder in der Maische in Alkohol und Kohlensäure umgewandelt. Die Kohlensäure entweicht, der Alkohol bleibt im Wein erhalten. Je mehr Zucker vergoren wird, desto höher ist der Alkoholgehalt. Liebliche und halbtrockene Weine haben demzufolge in der Regel einen niedrigeren Alkoholgehalt als trockene Weine. Bei Wein liegt der entstandene Alkoholgehalt in der Regel zwischen neun und 14 Prozent.

Aromenkunde

Das volle Aroma eines Weins bildet sich aufgrund des komplexen Zusammenspiels von vielen unterschiedlichen Geschmacks- und Geruchsnuancen. Ein Mensch kann bis zu 400 verschiedene Gerüche wahrnehmen und zuordnen. Zusammen mit den Geschmackssensoren, die Süße, Salziges, Säure und Bitterstoffe wahrnehmen können, entsteht ein komplexer sensorischer Eindruck.

Die geschmackliche Vielfalt eines Weins und sein aromatisches Bukett (Duft) werden durch die verwendeten Traubensorten und deren Qualität, durch das Klima während des Anbaus, die Lage des Weinbergs, den Jahrgang und die Lese, durch die Verarbeitung (Keltern, Gärung), die Lagerung sowie die anschließende Reifung erreicht.

Weinfachleute unterscheiden im Wesentlichen zwischen primären, sekundären und tertiären Aromen: Die Primäraromen sind abhängig von der Rebsorte, der Qualität und dem Geschmack der Trauben sowie von den Anbaubedingungen. Die sekundären Aromen entstehen beim Prozess der alkoholischen Gärung: Hier beeinflussen Hefen und Milchsäurebakterien den Geschmack und das Aroma des Weins. Bei der anschließenden Lagerung und Reifung des Weins beispielsweise in (Holz-)Fässern sowie in der Flasche entsteht die dritte Klasse der Aromen, die tertiären. Der Ausbau von Wein, z. B. in kleinen französischen Eichenfässern (Barrique), kann bei bestimmten Rotweinen mehrere Jahre dauern. Hier bilden sich würzig-rauchige Aromen wie Röstaromen, Tabak oder Zedernholz, aber auch Geschmacksnuancen von Karamell oder Vanille. Dabei gilt: Neue Barriquefässer geben die meisten Geschmacksstoffe an den Inhalt ab. Diese Erkenntnis setzten geschulte Kellermeister bei der Zusammenstellung ihrer Cuvées u. a. gezielt ein, um das Aroma des Weins abzurunden.

Dekantieren

Das Umfüllen von Rot- und zum Teil Weißwein in eine Karaffe nennt man Dekantieren. Vor dem Verzehr sollte der Wein einige Zeit stehend gelagert werden, sodass sich noch vorhandene Rest- und Trübstoffe (Farb- und Gerbstoffe) am Boden sammeln können. Beim anschließenden Dekantieren muss der Korken sehr vorsichtig entfernt und darauf geachtet werden, dass der Bodensatz in der Flasche bleibt und nicht in die Karaffe umgefüllt wird. Nun sollte der Wein mindestens zwei bis drei Stunden in der Karaffe atmen können − so entfaltet sich, in Verbindung mit Sauerstoff, erst sein volles rundes Bukett und sein Aroma.

Lagerung

Wein richtig zu lagern ist für jeden durchführbar. Zwar ist Wein sehr empfindlich, was Temperaturschwankungen, Licht oder Luftfeuchtigkeit betrifft, wer allerdings einige Grundregeln beachtet, kann seine wertvollen Tropfen einige Jahre in der richtigen Umgebung lagern. Zunächst sei für eine konstante Raumtemperatur von ca. 8 bis 12 °C und einen sehr geringen Lichteinfall gesorgt, zudem für einen trockenen, geschützten Raum; bei Weinen mit Naturkorken sollte dieser eine Luftfeuchtigkeit von mindestens 60 bis 70 Prozent aufweisen, um die Austrocknung des Verschlusses so weit als möglich zu verhindern. Bei der Lagerung muss darüber hinaus gewährleistet sein, dass der Flascheninhalt mit dem Korken in Kontakt bleibt, auch dies verhindert sein Austrocknen.

Trinktemperatur

Weine entfalten erst ihr volles Aroma, wenn sie bei optimaler Trinktemperatur serviert werden. Je nach Weinsorte und -farbe kann allerdings die empfohlene Temperatur deutlich variieren: Prinzipiell wird Rotwein jedoch wärmer und Weißwein leicht gekühlt getrunken. Die Empfehlung, nach der Rotwein bei Zimmertemperatur verzehrt werden sollte, stammt aus Zeiten ohne Zentralheizung. Heute sind Raumtemperaturen meistens zu hoch und der Wein würde zu warm serviert werden. Die ideale Trinktemperatur für Rotwein liegt um 18 °C.

Weiß- und Roséweine sollten erst kurz vor dem Servieren aus dem Kühlschrank genommen werden, hier liegt die empfohlene Trinktemperatur zwischen 8 und 12 °C.

Für Sekt, Prosecco, Schaumweine und Champagner darf es ruhig ein wenig kälter sein: Bei 5 bis 8 °C können sich das feine Bukett, das Aroma und die Perlen am besten entwickeln.